Medil

Medil is health and medical multipurpose Joomla Template built for an array of services with a number of healthcare and medical institutions in mind.

Die Ausarbeitung des Wahlprogramms für die Kreistagswahl im März 2020 war das Hauptthema der Mitgliederversammlung, zu der die Hohenbogenliste mit den Gemeinden Arnschwang, Eschlkam, Gleißenberg, Neukirchen b. Hl. Blut und Rimbach am Montagabend in den Brunnerhof nach Arnschwang eingeladen hatte.

Vorsitzender Markus Müller begrüßte die Mitglieder und moderierte den Abend. “Die Hohenbogenliste leistet seit 1996 eine wertvolle Arbeit im Kreistag und hat in dieser Zeit außerordentlich viel für die Region rund um den Hohenbogen erreicht”, stellte der Neukirchener Bürgermeister und Vizelandrat fest. Sein Arnschwanger Kollege Michael Multerer gab als amtierender Sprecher das Wahlziel aus, wieder mindestens fünf Mandate zu erringen. “Das schaffen wir, wenn wir gemeinsam um jede Stimme kämpfen und die Bevölkerung von Rittsteig bis Gleißenberg ganz gezielt ihre örtlichen Kandidaten von der Hohenbogenliste wählt”. Einig waren sich die Anwesenden, dass sich der Landkreis in den letzten Jahren mit Franz Löffler an der Spitze hervorragend entwickelt hat. Vieles, das heute als selbstverständlich angesehen wird, musste hart erarbeitet werden. Da es in Zukunft nicht einfacher wird, genießt Franz Löffler auch in Zukunft die volle Unterstützung der Hohenbogenliste.

 

Die Vorbereitung des Wahlprogramms erfolgte strukturiert im Rahmen einer Ideen- und Vorschlagssammlung nach Stichworten, die Markus Müller vorbereitet hatte. Für die gesamte Region von besonderer Bedeutung ist die zeitgemäße Weiterentwicklung der Infrastruktur, bei der es neben der flächendeckenden Internet- und Telefonversorgung sowohl durch Glasfaser wie mobil auch um einen zukunftsfähigen Ausbau der Straßenverbindungen geht. Ziel muss der durchgehend vierspurige Ausbau von B20 und B85, der Ausbau der Staatsstraßen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und der zeitgemäße Ausbau von Gemeindeverbindungs- und flurbereinigungsstraßen sein. Besonders am Herzen liegt der Hohenbogenliste die Reduzierung des Schwerlastverkehrs über den Grenzübergang Neuaign/Vseruby. Dazu kommt der weitere Ausbau der Radwege in der Region. Um den Individualverkehr zu reduzieren, wird eine kontinuierliche Verbesserung des ÖPNV ebenso gefordert wie die Verbesserung bei der Bahn, bei der endlich die Bahnlinie von Schwandorf nach Pilsen zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden muss. Zudem hat die Bahn nach Ansicht der Hohenbogenliste an jedem Bahnhof für sanitäre Anlagen zu sorgen. Damit sich die ländlichen Gemeinden weiter gut entwickeln können, wird von der Hohenbogenliste eine steuerliche Begünstigung bei kommunalem Grunderwerb gefordert.

 

Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus sind nach Meinung der Hohenbogenliste neben Gesundheit und Pflege eine wichtige Basis für die Sicherstellung einer hohen Lebensqualität. Durch den demographischen Wandel ist neben wohnortnaher Ärzte- und Pflegeangebote ist ein gut betreutes Senioren-Wohnangebot wichtig. Zu kommt die Gewährleistung des hohen Sicherheitsstandards durch Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. In der Diskussion kam neben dem Erhalt der Polizeidienststellen die Bedeutung der Schleierfahndung zum Ausdruck, ebenso die Fortsetzung der Drogenprävention.

 

Neben der Sicherstellung der wohnortnahen Schulausbildung auf hohem Niveau einschließlich Ausbau von Ganztagsangeboten und gemeindeübergreifenden Kinderbetreuungsangeboten in den Ferien sprachen sich die Mitglieder der Hohenbogenliste für die Förderung des Studiencampus in Cham und Bad Kötzting ebenso aus wie für die Unterstützung des Schullandheims in Gleißenberg. Um lange Wartezeiten der Schüler und individuelle Fahrten der Eltern zu vermeiden, wurde eine überörtliche Koordination des Nachmittagsunterrichts an den weiterführenden Schulen angeregt, damit die Schulbuslinien gezielt danach ausgerichtet werden können. Neben etlichen weiteren Punkten legt die Hohenbogenliste besonderen Wert auf einen ökologisch verantwortliche Umgang mit den Ressourcen der Heimat. So müsse durch Förderprogramme für Kommunen und Private der innerörtliche Leerstand gezielt aktiviert werden. Mit dem Ausbau regionaler Wertschöpfung aus regenerativer Energie und noch nicht genutzter Potenziale beispielsweise bei Photovoltaik für den Eigenbedarf soll die dezentrale Energieversorgung umweltfreundlich vorangebracht werden.

Mit dem Ziel, die Position im Kreistag auszubauen, ist die Hohenbogen-Liste (HBL) mit den Gemeinden Arnschwang, Eschlkam, Gleißenberg, Neukirchen b. Hl. Blut und Rimbach am Donnerstagabend (5. Dezember 2019) im Gasthaus Altmann in Warzenried zur offiziellen Nominierungsversammlung gestartet. Bei der Versammlung waren alle voller Freude über die Ziele, die sie schon erreicht haben. Deshalb verlief die Wahl sehr harmonisch ab.

Listensprecher Markus Müller betonte, nach 23 Jahren HohenbogenListe habe diese dem Kreistag ihren Stempel aufgesetzt. Einen so guten Zusammenhalt innerhalb der Liste gebe es nur selten. „Deshalb müssen wir weiterhin die Interessen des Hohenbogenwinkels so gut es geht vertreten“, betonte Müller. Darüber hinaus lobte er Landrat Franz Löffler, der fleißig für den Landkreis arbeite. Eschlkams Bürgermeister Sepp Kammermeier sprach das Thema Grenzschwerlastverkehr an, „das wir ins Wahlprogramm aufnehmen sollten“. Müller wurde zum Wahlleiter gewählt, als Beisitzer Michael Multerer und Egid Hofmann. Die Liste besteht aus 60 Kandidaten, die gewählt wurden. So war die Liste komplett. Als Ersatzbewerber stellte sich Gottfried Baumann zur Verfügung. Er wurde auch einstimmig gewählt. Als Nächstes stellten sich die acht Neuen der Liste kurz vor: Christian Brandl, Rimbach, Johann Kastl, Madersdorf, Thomas Weinfurtner, Leming, Michael Staudacher, Neukirchen b. Hl. Blut, Thomas Fischer, Nößwartling, Xaver Vogl, Tretting, Franz Simon, Gleißenberg, Matthias Fischer, Gleißenberg. Hofmann appellierte an die Runde: „Verteidigt alle den Hohenbogenwinkel. Sorgt dafür, dass die Leute wählen gehen. Auf geht’s, ihr packt das!“ Arnschwangs Bürgermeister Michael Multerer betonte, dass die Hohenbogenliste ein großes Gewicht im Kreistag habe. „Nur gemeinsam sind wir in den kleinen Gemeinden stark“, sagte er.

 

Die Kandidaten:
1. Markus Müller; 2. Josef Pongratz; 3. Michael Multerer; 4. Heinz Niedermayer; 5. Matthias Fischer; 6. Margarete Kollmer; 7. Hans Kerscher; 8. Josef Kammermeier; 9. Matthias Weichs; 10. Markus Aschenbrenner; 11. Resi Altmann; 12. Anton Saurer junior; 13. Ulrich Neumeyer; 14. Christian Dobler; 15. Christian Brandl; 16. Michael Staudacher; 17. Josef Penzkofer; 18. Ludwig Ochsenmeier; 19. Dominic Kram; 20. Josef Hacker; 21. Wolfgang Pongratz; 22. Eduard Stoiber; 23. Veronika Feigl; 24. Hermann Lamecker; 25. Franz Simon; 26. Ludwig Pfeiffer; 27. Robert Lindner; 28. Johann Kastl; 29. Heinz Zisterer; 30. Thomas Weinfurtner; 31. Andreas Brunner; 32. Georg Mauerer; 33. Florian Neppl; 34. Karl Fuidl; 35. Franz Altmann; 36. Marianne Schillbach; 37. Anton Pfeifer; 38. Xaver Altmann; 39. Michael Gutscher; 40. Thomas Silberbauer; 41. Günther Maller; 42. Andreas Schreindorfer; 43. Dr. Stefan Enderlein; 44. Ludwig Pongratz; 45. Stefan Hartl; 46. Ludwig Fischer (Thenried); 47. Josef Brandl; 48. Hans Vogl; 49. Dr. Gertrude Obermeier; 50. Thomas Simeth; 51. Alfons Adam; 52. Anton Bachmeier; 53. Josef Staudacher; 54. Anton Pongratz junior; 55. Xaver Vogl; 56. Markus Menacher; 57. Ronald Seidl; 58. Thomas Fischer; 59. Verena Kerscher; 60. Franz Reimer.

In stürmischer Zeit und im gemeinsamen Bestreben, die Heimat weiter zu entwickeln, trafen sich die Mitglieder der Hohenbogenliste aus den Gemeinden Arnschwang, Eschlkam, Gleißenberg, Neukirchen b. Hl. Blut und Rimbach am Donnerstagabend zur 21. Mitgliederversammlung im Gasthof „zum Wirt“ in Vorderbuchberg. Aus den Berichten der Kreisräte und der lebhaften Diskussion ging hervor, dass sich die Hohenbogenliste wieder gut erholt und zu alter Stärke zurückgefunden hat.

Nach der Begrüßung durch Listensprecher und Vorsitzenden Markus Müller dankte dieser Sepp Hacker für seine Schriftführertätigkeit und gab den aktuellen Mitgliederstand von 121 bekannt, wobei es im vergangenen Jahr einen Ein- und einen Austritt gab. Weiter informierte der 1. Vorsitzende in seinem Jahresbericht über die Aktivitäten im zurückliegenden Vereinsjahr. Das traditionelle „Ascherfreitags-Fischessen“ ging beim „Bach“ in Neukirchen b. Hl. Blut über die Bühne, während sich die Bürgermeister- und Kreisräte der Hohenbogenliste im Juli in Gleißenberg mit den Themen Staatsstraßenausbau St2154, Freibadsanierung sowie Mehrfunktionshaus beschäftigte. Kassier Hermann Gammer trug die Jahresrechnung vor, die mit einem guten Finanzpolster zur Finanzierung der nächsten Kreistagswahl schloss. Einstimmig erfolgte die Beschlussfassung über den Haushaltsplan 2017/2018, den Markus Müller im Ansatz mit 1800 Euro Einnahmen (900 Euro Mitgliedsbeiträge, 900 Euro Spenden der Kreisräte) und 250 Euro Ausgaben vorschlug.

Um satzungsgemäß reihum einen neuen Listensprecher zu wählen, stand die Bildung eines Wahlausschusses mit Hans Kerscher und Egid Hofmann unter Vorsitz von Markus Müller an. Die Versammlungsteilnehmer folgten dem Vorschlag der Eschlkamer Mitglieder und votierten unisono für Bürgermeister Josef Kammermeier. Den Berichten der gewählten Kreisräte war zu entnehmen, dass der Kreishaushalt mit einem historischen Ergebnis und erstmals ohne Altlasten der früheren Krankenhausthematik die 100 Millionen-Euro-Grenze überschritten hat. Dieser weist im laufenden Verwaltungsjahr Einnahmen von 104 Mio. Euro und Ausgaben von 96 Mio. Euro auf. Kreisrat Markus Müller sprach von einem Bildungshaushalt 2017, dessen Investitionen von 44,3 Mio. Euro schwerpunktmäßig auf den Schulen im Landkreis liegen und in die künftige Sanierung von Robert-Schuman-Gymnasium, FOS/BOS und die Berufsschule in Cham fließen. Rund 10 Millionen Euro werden in die Realschule Furth im Wald investiert, der die neue Berufsfachschule für Kinderpflege mit Fachakademie für Sozialpädagogik in der ehemaligen Knabenschule in Furth im Wald als außergewöhnlichen Gewinn für die Region bezeichnete. „Das so wichtige Personal für unsere Kindergärten kann jetzt hier im Landkreis ausgebildet werden“, freut sich der Vizelandrat. Für den Straßenbau sind heuer 2,8 Mio. veranschlagt, wobei er unter anderem die Sanierung der Kreisstraße CHA44 zwischen der Ampelkreuzung in Neukirchen Richtung Atzlern sowie zwischen Rittsteig und Hanger anführte. Der größte Ausgabenblock findet sich im Bereich Soziales mit der Jugendhilfe von 10,3 Mio. Euro sowie den Kosten von 5,4 Mio. Euro für Unterkunft und Heizung in Hartz-IV-Haushalten, die ein Plus von 10 % gegenüber dem Vorjahr darstellen. Trotz all dieser Ausgaben konnte die Kreisumlage um einen Punkt auf aktuell 43 Prozent gesenkt werden, was die Gemeindehaushalte entlastet. Die Verschuldung verringert sich bis Jahresende auf 20,9 Mio. Euro, während die planmäßige Tilgung 4,2 Millionen beträgt. Markus Müller richtete abschließend einen außerordentlichen Dank an Landrat Franz Löffler, der sich mit vollem Einsatz für den Landkreis einsetzt und in wichtigen Zukunftsthemen anderen Regionen stets einen Schritt voraus ist.

Kreisrat Josef Mühlbauer zeigte sich mit der blühenden Wirtschaft im Landkreis zufrieden und berichtete über Details aus dem Werkausschuss. Kreisrat Michael Multerer berichtete aus dem Kreisausschuss von wichtigen Grundstücksentscheidungen als Basis für neue Betriebsansiedlungen, um Arbeitsplätze in der Region zu erhalten. Ein Resümee aus dem Bau- und Umweltausschuss zog Kreisrat Josef Kammermeier, der wichtige Schwerpunkte in den Investitionen (Schulen und Straßen) des Kreistags sieht, die sich in den Kommunen niederschlagen. Kleinere Posten wie der öffentliche Personennahverkehr mit Busverbindungen zwischen Cham und Pilsen dienen der Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Bayern und Tschechien, die zudem Bedeutungsträger und nicht zu unterschätzen sind. Aufrechterhalten wurden neben der Disco-Bus-Linie mit 30.000 Euro auch die kostenlose Fahrradbeförderung und sonstige Linien. Die richtungsweisenden Investitionen im Schulsektor (BS Cham und Realschule Furth i. W.) sind ein Zeichen der Wertschätzung der jungen Leute und Voraussetzung für qualifizierte Ausbildung sowie ein Vorsprung für junge Unternehmer. Einen immensen Organisationsaufwand und finanziellen Kraftakt verzeichnet die Digitalisierung, wobei in den kommenden zwei Jahren mindestens 1400 Kilometer an Leitungen verbaut werden. Höchste Achtung in Sachen Investitionen für Schulen, Straßennetz und Glasfaserausbau erfordern die genialen Leistungen von Landrat Franz Löffler, verbunden mit dem Dank an Klaus Schedlbauer und Thomas Böhm für die vorbildliche Organisation. Von einem Spitzenhaushalt sprach auch Kreisrat Theo Amberger, der über Ausschnitte aus dem Sport- und Tourismusausschuss berichtete. Die Förderung der Jugendarbeit in Sport- und Schützenvereinen übernimmt der Landkreis, die er von 45000 auf 66000 Euro angehoben hat (pro Jugendlichen von 4 auf 5 Euro erhöht). Sport-Baumaßnahmen bezuschusst der Landkreis mit 59702 Euro. Ebenso wurde durch die Neumarkierung der Wanderwege ein einheitliches System geschaffen. Erfreulicherweise sind die Gästeankünfte sowie die Übernachtungen gestiegen erneut gestiegen. Der Tourismus kann als extrem wichtiger Wirtschaftsfaktor bezeichnet werden, der viele Arbeitsplätze schafft.

In Sachen „Sanierung des Freibades in Gleißenberg“ wurde Wolfgang Daschner Gelegenheit geboten, den dafür gegründeten Arbeitskreis vorzustellen, der sich mit dieser Problematik beschäftigt. Nach der akribischen Durcharbeitung einer lokalen Entwicklungsstrategie will man sich am Neukirchner Naturbad orientieren und mit einem „Natur-Pool“ ein Alleinstellungsmerkmal finden. Dabei bauen die Arbeitskreismitglieder in enger Abstimmung mit Bürgermeister Josef Christl auch auf die Unterstützung von Landrat Löffler und der Hohenbogenliste, um eine für die Gemeinde erschwingliche Lösung zu finden, die eine Aufwertung für die Region darstellen soll. Dieses Vorhaben sollte mit regenerativen Energien bestückt werden, um Folgekosten möglichst niedrig zu halten. Eine intensive Diskussion entfachte die Nachlese der Bundestagswahl mit erdrutschartigen und beunruhigenden Veränderungen. Aufgabe der Politik sei es, die Menschen mitzunehmen und schwierige Themen wie Zuwanderung oder Digitalisierung zu erklären Da die Wirtschaft boomt und deshalb die Steuereinnahmen sprudeln, der Infrastrukturausbau wie nie zuvor ausgebaut wird und weiteres großes Potential erkennbar ist, handelt es sich offenbar um eine Protestwahl, die vor allem durch eine große Verunsicherung und Zukunftsängste ausgelöst wird, so die Einschätzung der HBL-Mitglieder. Die Hohenbogenliste ist eine feste Größe mit anerkannter Wertigkeit im Landkreis Cham, die den Rückhalt des Landrats genießt, freute sich Listengründer Egid Hofmann. Vorsitzender Markus Müller wünschte weiterhin eine gute Zusammenarbeit innerhalb der Hohenbogenliste, die sich laufend den neuen Herausforderungen annimmt.  (kbr)

 

Seit 20 Jahren gibt es die Hohenbogenliste, ein Zusammenschluss der Gemeinden Arnschwang, Eschlkam, Gleißenberg, Neukirchen b. Hl. Blut und Rimbach für die wirtschaftliche und soziale Stärkung dieser Region. Listensprecher Josef Christl lud im Jubiläumsjahr - am 20. September 2016 - zur Jahresversammlung ins Gasthaus „Zum Grisln“ ein, um das Vereinsjahr abzuschließen und einen neuen Listensprecher zu wählen.

Vorsitzender Markus Müller blickte auf Baumaßnahmen zurück. Besonders erwähnte er durchgeführte und noch zu vollziehende Straßenbaumaßnahmen von begleitenden Radwegen, Kreisstraßen und Staatsstraßen. Das Fischessen wurde wegen des Zugunglücks in Bad Aibling abgesagt.

Kassier Hermann Gammer konnte auf eine leicht positive Kassenentwicklung zurückblicken. Da im vergangenen Jahr keine Wahl auf dem Programm stand und auch das Fischessen nicht stattgefunden hatte, verwies er t auf 1800 Euro Einnahmen und 300 Euro Ausgaben. Nach einer schnellen Wahl wurde Müller einstimmig – 28 Stimmen – als neuer Listensprecher gewählt.

Unter dem Punkt „Berichte der Kreisräte“ verwiesen die Kreisräte auf die gute Lage des Landkreises. Derzeit gebe es etwa 48 500 Beschäftigte, und die Wirtschaft würde wie noch nie florieren. Aufgrund dessen würden die Steuereinnahmen sprudeln. Die größten zu stemmenden Brocken befänden sich im Bereich Bildung – Aus- und Neubau von etwa Berufsschulen, Realschule Furth im Wald, Sanierung der Technikerschule Waldmünchen – und Straßenbau mit unter anderem dem Bau des Kreisverkehrs in Biberbach. Positiv habe sich die Schließung der Balkanroute für den Landkreis ausgewirkt. Vor der Schließung sei die Situation nur noch mit Mühe zu meistern gewesen. In diesem Bereich seien besonders das alte Krankenhaus in Bad Kötzting und ein Bundeswehrgebäude in Cham ein Glücksfall gewesen, um die Kontingente unterzubringen. Die finanzielle Belastung des Landkreises sei immens gewesen. Bezüglich der Bundespolitik in Sachen Flüchtlingsproblematik kam Kritik zur Sprache. Die Kreisräte informierten über einen Bürotrakt-Neubau des Landratsamtes, über die Eröffnung einer Fachschule für Kindererziehung in Furth im Wald und den aktuellen Bundesverkehrswegeplan im Landkreis. Ein vierspuriger Ausbau der Bundesstraße B 20 nach Straubing und der weitere Ausbau der vierspurigen B 85 in Richtung Bruck würden angestrebt beziehungsweise weiter forciert.

Als positiv wurden das neue Rettungszentrum in Furth im Wald und die konstant gebliebenen Müllgebühren angeführt. Besondere Erwähnung fand die Federführung des Landratsamtes im Bereich „Ausbau schnelles Internet“. Es sei nicht selbstverständlich, dass ein Landratsamt diese Aufgabe übernehme. Dann waren sich alle Anwesenden einig, dass die Zusammenarbeit innerhalb der Hohenbogenliste, mit den gewählten Kreisräten und auch mit dem Landrat gut sei. Müller wünschte sich auch weiterhin diesen Zusammenhalt, um für das Gebiet der Hohenbogenliste das Optimale heraus holen zu können. (fgh)

Gleißenberg. Im Jahr 1996 haben sich die Gemeinden Neukirchen b. Hl. Blut, Eschlkam, Arnschwang, Rimbach und Gleißenberg im Hinblick auf eine bessere Vertretung im Kreistag zur Hohenbogen-Liste zusammengeschlossen. Dr. Siegfried Seidl erklärte nach einer anfänglichen Begrüßung von Bürgermeister Josef Christl, wie sich die Liste konstruiere. So stammen von den Gemeinden Neukirchen und Eschlkam je 20 Kandidaten und Arnschwang, Rimbach und Gleißenberg stellen weitere 20 der insgesamt 60 Listenkandidaten. Die vergangenen drei Legislaturperioden hätten aufgrund hervorragender Zusammenarbeit eine sehr gute Interessenvertretung auf Kreisebene erbracht und so wolle man auch weiterhin an dieser Konstellation festhalten, erläuterte Seidl.

Letzten Sonntag (09.02.2014) präsentierten sodann in dem gut besuchten Gasthaus die anwesenden Kandidaten ihre Beweggründe und Ziele. Mit Josef Christl, Matthias Fischer und Gabriele Lang-Kröll kamen auch noch die drei örtlichen Listenführer zu Worte, ehe Landrat Franz Löffler den drei Gleißenberger Gruppierungen ein Kompliment ab zollte, da sie sich für die gleichen Ziele auf Kreistagsebene einsetzen möchten. Eine Empfehlung zur Bürgermeisterwahl wollte Löffler nicht abgeben, machte jedoch das Angebot, dass künftig die Gemeinde gut mit dem Landratsamt zusammenarbeiten könne.

 

Im Folgenden gab Landrat Franz Löffler einen umschweifenden Einblick in die Landkreispolitik. So habe sich in der Vergangenheit der Landkreis zur Zuzugsregion entwickelt, aber man dürfe den demografischen Wandel, die Digitalisierung, die Globalisierung sowie die Verstädterung keinesfalls aus den Augen lassen. Ebenso wären die vier Jahre seiner Amtszeit mit einer großen Berufsschul- und Krankenhausdebatte durchzogen, was sich letztendlich aber in vernünftige Bahnen habe leiten lassen.

 

Den Blick in die Zukunft richtend, will Löffler einen innovativen und wirtschaftlichen Landkreis fördern, gute Bildungsvoraussetzungen um hochwertige Arbeitsplätze zu erhalten und weiter zu schaffen sowie eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Kinderkrippen, Ganztagesbetreuung an Schulen oder auch ambulant betreutes Wohnen. Ferner soll die Infrastruktur mit der Breitbandversorgung, den Straßen- und Verkehrsanbindungen oder der Ausbau der erneuerbaren Energien weiterhin einen Aufwind erhalten. Nicht vergessen dürfe man auch die Sicherheit im Landkreis sowie die Förderung der Ehrenämter innerhalb der glücklicher Weise so zahlreich vorhandenen und vielseitigen Vereinsstrukturen.

 

Mit den Worten: 'Ich will die Grenzen zum maximal Machbaren ausloten, um mit den Menschen und nicht zuletzt mit starken Kommunen gemeinsam Heimat zu gestalten', bat der amtierende Landrat um die Wiederwahl und beendete unter kräftigem Applaus seine Ausführungen, ehe er noch zu zwei Fragen des ehemaligen und passionierten Kommunalpolitikers Ernst Sonnberger Stellung nahm und der Abend in gemütlicher Runde ausklang. (flm)

Seite 2 von 3

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.